18.3.2007 - Ab in die Rocky´s
Nach 6 gemeinsamen Tagen in Whistler, schrien unsere Bretter nach Abwechslung und gingen auf Reisen. Ein Mietwagen wurde in Vancouver geschnappt und bis zur Decke beladen. Und auch hier gilt, für Autoverleiher gibt es keine Jahreszeiten - Winterreifen am besten selber mitbringen, oder die Stadt nicht verlassen. Aber der Autoindustrie sei dank, gibt es ja seit ein paar Jahren die Klasse der SUV´s - High-Heels für den kleinwüchsigen Mann. Auch wenn sie mit nem richtigen Geländewagen ausser dem immensen Spritverbrauch nicht viel gemeinsam haben, kommen sie doch zumindest mit grobgeschnittenen Pneus daher und einem Antrieb, der sich auf alle vier Gummitatzen verteilt. Also nen paar lächerliche Kröten für die eigene Sicherheit draufgelegt und ab ging es 800 km gen Osten. Wow und was uns da erwartete war pures Autokino, gepaart mit ner Achterbahnfahrt.Auf und Ab vor einer ständig wechselnden Kulisse. Enge Täler gefolgt von unendlichen Weiten, mit vereinzelten Farmen im Nachbarschaftsfreundlichen 10km Abstand und das alles im Farbmix eines Schulmalkasten der Sekundarstufe II. Die kleinen Städte die sich uns in den Weg stellten, verdienten nicht unbedingt das Prädikat Sehenswert, sofern man nicht in die Architektur von Fast Food Restaurants und Supermärkten verliebt is. Was sie jedoch immer zu bieten hatten war ein Petrolbrunnen für unser durstiges Eisenpferd und einen Kaffeetempel für die Jockeys. Denen war es dann wahrscheinlich auch zu verdanken, dass die Zügel immer richtig gezogen wurden und das Pferd über die zum Teil tief verschneiten Pfade nie vom Weg abkam. So war es dann auch weit nach Mitternacht, bis wir unser Ziel hinter dem winterlichen Rogers Pass erreichten, "Golden" the city of opportunities. Ein Hostel war gebucht und sollte unser Nachtlager und Trockenstation der nächsten fünf Tage sein. Den nächsten Tag innerhalb von 5min mal Golden erkundet, das war die Ansammlung von Holzhütten zwischen Petrol Canada und Tim Horton´s. Die Opportunities beschränkten sich dann doch wohl eher darauf, das man an einem Highwaykreuz gelegen war und zumindest mehr als eine Fahrtrichtung zur Auswahl hatte. Aber wir waren ja auch nicht hier, um dem geschlossenen Kino nachzutrauern und dem Nightlife im Country Club zu fröhnen. Sondern um in Kicking Horse den Schnee unsers Lebens zu finden und der Legende vom "Secret" Skiresort auf die Spur zu gehen. War es doch mit Sicherheit ein ebenso einfältiger Marketingstratege, der die Legende vom versteckten Skigebiet in den Columbian Mtns. streute, "pssst geheim, wenn ihr hier wart, dann behaltet es für euch, ihr wollt doch weiterhin die ersten Lines ziehen". So die Legende von Kicking Horse. Aber da ist mit Sicherheit zumindest etwas dran, sofern man nicht am St. Patricks Day anreist... the busiest Day of the year. Ja Kicking Horse kann mit Sicherheit ordentlich kicken, dafür bietet das Gebiet für seine lediglich 4 Lifte eine unglaubliche Anzahl von Variantenabfahrten über seine zwei Bergrücken/Ridges. Und was mussten wir in der Gondel wieder hören, es gab drei Tage vor unserer Anreise 40cm fluffy fluffy Powder. Mhhm, und was war es heute, Regen bis ziemlich weit hinauf.... Naja somit fanden wir auch in den oberen Regionen keinen Champagne Powder mehr. So der richtige Spass war es dann nicht, sich durch den schweren Tiefschnee zu spuren. Und für die Pisten hat Kicking Horse nicht gerade seinen exzellenten Ruf... aber auch die sind für einen Tag abwechselnd genug. Den nächsten Tag leider das gleiche Bild, Regen und eine Sicht wie in der Dampfsauna. Ne das wollten wir uns nicht antun, dann doch lieber Fahrspass im Allradler und die Strassen (und was sich sonst noch alles so fahren liess) unter die Räder nehmen. Ab nach Lake Louise in den Rocky Mtns, leider war die Strasse wiedermal wegen einem Erdrutsch gesperrt und eine Umleitung verlängert hier die Fahrzeit nicht um 30 Minuten sondern um ganze 3h. Das war uns dann doch zu fett und wir folgten einem Tipp und fuhren nach Radium Hot Springs in den Süden. Einer Thermalquelle und staunten wiedermal über das Naturschauspiel auf dem Weg dahin. Die Thermalquelle bot dann auch ein Schauspiel sondersgleichen. Aus dem Auto raus, an die Kasse und kurz umgedreht. Verdammt Tokio war plötzlich in den kanadischen Bergen, eine Touristengruppe aus Japan hatte sich eingefunden. Das waren bestimmt Hundert, Hochwasserwarnstufe 4 für den Pool. Nach ner halben Stunde hatte der Körper dann auch eine Temperatur von bestimmt 39 Grad und meine Füsse Hobbitformat und uns wurde langweilig. Also raus und wieder in den Wagen. Da war doch noch eine natürliche heisse Quelle zu finden. Mission angenommen und weiterhin über die atemberaubende Landschaft staunen. White Swan Hot Springs hatte dann auch echt Format, eine heisse Quelle an einem Gebirgsfluss mit verschieden temperierten Pools. Die untergehende Sonne mit späteren Sternenhimmel tat dann noch so einiges zum perfekten Erlebnis dazu. Die nächsen beiden Tage stand dann wieder Brettln auf dem Programm. Die Strasse nach Lake Louise wurde vom Geröll beräumt und war wieder befahrbar. Der Wecker wurde auf früh gestellt und danach 1,5 h nach Lake Louise gelenkt. Mhhm Lake Louise ist ein Nichts aus einem grossen Luxushotel am namensgebenden See, dem Skigebiet und einer Handvoll Häuser, aber schick und das mitten im Banff Nationalpark, der schon im Winter so einiges an Reizen zu bieten hatte. Wenn dann Mutter Natur im Sommer auch noch den Farbfilm auspackt und das Weiss gegen Bunt tauscht - bestimmt sehenswert, ich komme wieder. Ja Brettln hat Spass gemacht, guter neuer Schnee und das Skigebiet kann sich sehen lassen, bei weiten nicht so gross wie Whistler, aber auch schoene Pisten und Variantenabfahrten mit einem echt krassen Terrain Park. Nach dem Brettln wurde dann immer noch ein Sightseeing Programm angeschlossen, so dass am Ende der sechs Tage ganze 3000km mehr auf dem Tacho standen. Wir waren Stolz wie Oskar, das alles neben dem Pistenspass gesehen zu haben, ein perfekter Mix aus Reisen und Sport. Ja es waren 6 tolle Tage on the road (und off-road) nach denen ein Abschied von Teresa und Nick in Whistler anstand, bevor sie das Wägelchen unversehrt mit nach Vancouver nahmen. Ja UNVERSEHRT is echt zu betonen, auf Kanadas Strassen echt nicht eben ne Leichtigkeit das KFZ im Auslieferungszustand zu bewahren. Da kann es schon mal passieren dass sich Nachts wie aus dem Nichts vor dem Auto eine Schlammlawine in den Weg rollt. Der Ford hat aber seinen Elchtest bestanden und das nächste Mitauto wird dann doch lieber mit ner Versicherung genommen.
So nun genung Text, Sorry für die Schwaflerei und nun Bilder gucken...
 On the road...
 Lüften, frische Luft schnappen und Arme ausschütteln....
 Kicking Horse Mtn. Resort - noch nen paar Chalets und man hat ganz Kicking Horse gesehen.
 Über den Wolken von Kicking Horse - letzte Abfahrt und wir hatten Spass...
 Anhalten und Fotos schiessen...
 im Kasten...
 Tankstop
 Hinein in den Kootenay Nationalpark...
 Im Kootenay Nationalpark...
 Azurro...
 Unterwegs nach White Swan...


 Outdoor-Badewanne von White Swan
 Alberta - Cowboy Country - die Ölprovinz
 Lake Louise Ski Resort - Terrain Park
Fertig...
 Winter...
 Lake Louise - nen bissel fegen und es wär perfekt für Gunda Niemann
 Ja, wir waren wirklich da!
 Postkarte zum ausdrucken - Kicking Horse
|
|
Schreibe einen Kommentar
|
|
Über mich
Der 1er Kanadier...
Links
• Startseite
• Profil
• Archiv
• E-Mail
|